Schatzsuchen in Wilhemsburg

Im Jahr 2007 startete die Stadt Hamburg mit einem „Kunst und Kultursommer“ die Internationale Bauausstellung Wilhelmsburg und damit den Versuch einer Aufwertung des bisher eher randständigen Stadtteiles. SCHATZSUCHEN IN WILHELMSBURG parodierte die Logik dieses Aufwertungsprozesses, der alle städtische Räume auf ein „ökonomisches Potenzial“ reduziert, das nur von Investoren entwickelt zu werden braucht, um Mehrwert zu produzieren.

An drei Sonntagnachmittagen war das Publikum eingeladen, mit Radiogeräten im Stadtteil auf „Schatzsuche“ zu gehen. Das Freie Radio FSK begleitete sie dabei mit einer Sendung, die über den Gentrifizierungsprozess und die Auseinandersetzungen im Stadtteil informierte. Über den Stadtraum verteilt befanden sich zudem viele Mini-Sender, die auf derselben Frequenz sendeten.

Gerieten die „Schatzsucher“ in ihre Nähe, verschwand das Signal des Hauptsenders und in einem Meer von Rauschen begannen Briefkästen, Schaukästen, Häuser oder versteckte Weiher zu sprechen und Rätselfragen zu stellen.


Regie: LIGNA