Die Gespenster des Konsumismus

Die Hamburger Innenstadt ist ein Gefüge aus Prachtarchitektur, Baustellen und zusehends verwaistem Raum. Die einstigen Kathedralen des Warenfetischismus stehen leer. Ihre Zukunft ist ungewiss. Das Versprechen spektakulärer Wunscherfüllung ist selbst nur noch eine Wunschvorstellung.
Doch abseits vom Warentausch eröffnen leere Warenauslagen, blinde Schaufensterschei-ben und Leerstände ganz neue Perspektiven.
„Die Gespenster des Konsumismus“ laden zu einer Entdeckungsreise in die verborgenen Abgründe unter dem glänzenden Pflaster der Innenstadt. Im Souterrain des ehemaligen Kaufhofs tun sich die Pforten zu einer Unterwelt auf: Die Hamburger Stadtgeschichte mit dem Wüten der Cholera, dem Abriss der Gänge und der Vertreibung der verarmten Bevölkerung aus der Innenstadt, konstelliert mit der Entwicklung des Kaufhauses und einem globalen Warenhandel.
Eine Utopie jenseits der warenförmigen Stadt wird sichtbar, die erst noch geborgen werden muss.