Aktuelles

Radioballett – Übung in unnötigem Aufenthalt

Das Radioballett – Übung in unnötigem Aufenthalt ist Teil der Radiokunstausstellung Radiophonic Spaces in Berlin im Haus der Kulturen (HKW) und in Basel im Museum Tinguely. In einem begehbaren Radioarchiv werden aktuelle und historische Positionen aus 100 Jahren Radiokunst vorgestellt. Ein immersives Raumkonzept macht Experimente und Kompositionsverfahren, Apparaturen und Diskurse des Radios erfahrbar.
Mehr als 200 Werke deutschsprachiger und internationaler Radiokunst lassen sich dabei individuell hören und erforschen.

Museum Tinguely, Basel
23. Oktober 2018 – 27. Januar 2019
Ausstellungseröffnung: 23.Oktober 2018, 18.30 Uhr
Haus der Kulturen, Berlin
01. November – 10. Dezember 2018
Ausstellungseröffnung: 01. November 2018, 19 Uhr

Rausch und Zorn. Studien zum autoritären Charakter

In Europa sind Parteien, die faschistische Herrschaftsformen propagieren, auf dem Vormarsch oder bereits an der Macht. Rausch und Zorn folgt der Frage, woher die aktuelle Attraktivität autoritärer Fundamentalpolitik und radikaler Vergemeinschaftung rührt.
Und versucht mittels historischer Konstellationen, Theorien und der Vergegenwärtigung aktueller Entwicklungen eine Antwort zu finden. In einer losen Chronologie werden Momente faschistischer Herrschaft, der Ästhetisierung von Politik, ihrer Subjektivierung und Analyse erzählt. Dabei wird das Publikum zum zentralen Akteur eines Ereignisses.
Eine internationale Produktion mit den bulgarischen Künstlern Stephan Shtereff und Emilian Gatsov.

European Theatre Night 2018, Sofia, Bulgarien
17. November 2018, 20 Uhr

Klasse Kinder!

Einmal mitten zwischen nichtsahnenden Passanten und Touristen Luftklavier spielen und Teil einer tanzenden Bande sein? Die Tanzperformance Klasse Kinder! lädt Kinder zwischen acht und zwölf Jahren dazu ein, an einem außergewöhnlichen Stück teilzunehmen – ausgestattet mit Kopfhörern, über die ein Hörspiel läuft, in dem sich Erzählungen und Bewegungsanweisungen mischen. So erobern sie tanzend innenstädtische Räume und probieren, wie man sich in einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe ohne Anführerin oder Anführer gemeinsam bewegen kann. Ideengeberin für das Stück ist die Choreografin Jenny Gertz (1891–1966), beinahe in Vergessenheit geratene Pionierin des Modernen Tanzes und Visionärin in der Arbeit mit Kindern.


Kampnagel, Hamburg
27. Februar – 01. März 2019

Invasion vom Planet der Affen

Die neue Altstadt in Frankfurt entwirft den städtischen Raum als nostalgisches und kleinteiliges Areal mit einer klar umgrenzten Nutzung: schauen, flanieren, konsumieren. Retuschierte Vergangenheit und kontrollierte Zukunft verbinden sich zur Inszenierung eines urbanen Lebensgefühls, in dem alles Fremde neutralisiert ist. Zwei Wochen vor ihrer offiziellen Eröffnung wird die Kulisse der Altstadt zum Schauplatz einer ganz anderen Inszenierung: Die Performance Invasion vom Planet der Affen fordert zur Realisierung einer Sequel der Science-Fiction-Serie Planet der Affen auf, mit der eine andere Zukunft von Stadt imaginierbar wird. Im Blick durch die Masken hochzivilisierter Affen wird der städtische Raum mit seinen klar definierten Funktionen radikal in Frage gestellt. Ein Spiel um die Zukunft beginnt, in dem alle bekannten Gewissheiten und Wertungen auf den Prüfstand stehen.


Mousonturm, Frankfurt am Main