Aktuelles

Rausch und Zorn. Studien zum autoritären Charakter

In Europa sind Parteien, die faschistische Herrschaftsformen propagieren, auf dem Vormarsch oder bereits an der Macht. Rausch und Zorn folgt der Frage, woher die aktuelle Attraktivität autoritärer Fundamentalpolitik rührt.
Und versucht mittels historischer Konstellationen und der Vergegenwärtigung aktueller Entwicklungen eine Antwort zu finden. In einer losen Chronologie werden Momente faschistischer Herrschaft und ihrer Ästhetisierung von Politik erzählt. Dabei wird das Publikum zum zentralen Akteur eines Ereignisses.
Eine internationale Produktion mit den bulgarischen Künstlern Stephan Shtereff und Emilian Gatsov.

Zoom Festival, Rijeka
25. und 26. Oktober 2019

UNIDRAM 2019, Potsdam
01. und 02. November 2019

Plovdiv 2019, Plovdiv, Bulgarien
30. November 2019

Klasse Kinder!

Einmal mitten zwischen nichtsahnenden Passanten und Touristen Luftklavier spielen und Teil einer tanzenden Bande sein? Die Tanzperformance Klasse Kinder! lädt Kinder zwischen acht und zwölf Jahren dazu ein, an einem außergewöhnlichen Stück teilzunehmen – ausgestattet mit Kopfhörern, über die ein Hörspiel läuft, in dem sich Erzählungen und Bewegungsanweisungen mischen. So erobern sie tanzend innenstädtische Räume und probieren, wie man sich in einer zufällig zusammengewürfelten Gruppe ohne Anführerin oder Anführer gemeinsam bewegen kann. Ideengeberin für das Stück ist die Choreografin Jenny Gertz (1891–1966), beinahe in Vergessenheit geratene Pionierin des Modernen Tanzes und Visionärin in der Arbeit mit Kindern.

Kulturamt Offenbach
16. November 2019

Radioballett – Übung in unnötigem Aufenthalt

Das Radioballett – Übung in unnötigem Aufenthalt ist Teil der Radiokunstausstellung Radiophonic Spaces in Berlin im Haus der Kulturen (HKW) und in Basel im Museum Tinguely. In einem begehbaren Radioarchiv werden aktuelle und historische Positionen aus 100 Jahren Radiokunst vorgestellt. Ein immersives Raumkonzept macht Experimente und Kompositionsverfahren, Apparaturen und Diskurse des Radios erfahrbar.
Mehr als 200 Werke deutschsprachiger und internationaler Radiokunst lassen sich dabei individuell hören und erforschen.

Baushaus-Universität Weimar, Weimar
26. Juli – 19. September 2019
https://www.uni-weimar.de/fileadmin/user/uni/Radiophonic_Spaces/Flyer.pdf

Rückschau auf die Ausstellungen im Museum Tinguely in Basel und im Haus der Kulturen der Welt in Berlin

Nonument – Eine performative Annäherung an ein Denkmal

Das „Haus des Kommunismus“ oder Busludscha-Denkmal auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges in Bulgarien ist ein umstrittenes Denkmal. Seit 1992 nach und nach verfallend, wurde es zu einem Ort für Entdecker und Graffitikünstler und ist auch heute noch ein Ziel für das alljährliche Gedenken an die Gründung der Kommunistischen Partei Bulgariens.
Was soll mit dieser Ruine geschehen? Einige schlagen vor, es in eine neue nationale Ikone zu verwandeln, andere wollen es in die Luft sprengen.
Wie kann man sich der ambivalenten Geschichte des Denkmals anders annähern?
In Nonument wird eine kollektive Handlungsweise erprobt, eine Reihe von Gesten und Übungen, um eine andere Beziehung zu diesem gestrandeten Raumschiff zu ermöglichen und seine Phantasien und Potenziale zu ergründen.
Eine Co-Produktion mit den bulgarischen Künstlern Stephan Shtereff und Emilian Gatsov.

>24. Gabrovo Biennial, Gabrovo, Bulgarien
13. September 2019

Tanz Aller – Ein Bewegungschor

Die Tanzperformance Tanz aller – setzt sich mit dem nahezu vergessenen Erbe der Bewegungschöre auseinander, die in den 1920er Jahren Tanz als soziales Phänomen und politische Praxis begriffen. Das gemeinsame Tanzen im Bewegungschor ermöglichte es den Laien als chorisch organisierte Masse in Aufführungen zu wirken, die utopische Entwürfe einer anderen Gesellschaft performativ entwickelten. Tanz aller – ist kein Reenactment der Laienchöre, sondern aktualisiert die ästhetischen Fragen, die die Bewegungschöre heute stellen können: Welche Rolle kann Masse, welche Rolle kann Tanz heute spielen? Wie kommen wir vom Tanz zum Tanz aller Verhältnisse?


Akademie der Künste, Berlin
8. September 2019

Schafft zwei, drei, viele Gänge!

Hamburg ist eine Stadt ohne Erinnerung. Bis auf das besetzte Gängeviertel sind in der Innenstadt nahezu alle älteren Häuser abgerissen worden. An Orten wie der ehemaligen Gestapo-Zentrale an der Stadthausbrücke sind bis heute die Stimmen der Verfolgten und Ermordeten unhörbar. Stattdessen wird dort eine weitere Einkaufspassage eröffnet.
Schafft zwei, drei, viele Gänge! lädt zu einem Gang in diese unheimliche Hamburger Vergangenheit. Das Publikum besucht zerstörte Synagogen, an die keine Gedenktafeln erinnern, belebt die abgerissenen, ehemals kommunistischen Gänge wieder und befragt die städtebauliche Gegenwart.

Internationales Sommerfestival, Hamburg
22., 23. und 24. August 2019
Zusatzvorstellungen am 08.09.2019 im Rahmen des Tags des offenen Denkmals