Es war einmal in St. Georg

Hamburg ist wunderschön und wird noch schöner!
Mit freundlicher Unterstützung von Immobilienspekulanten „aus Leidenschaft“, visionären Investor:innen und ganzheitlichen Stadtentwickler:innen. Und einer Stadtpolitik, die ihr Heil in noch mehr Wachstum und Aufwertung sucht. Das Märchen von der schönsten Stadt ist eines mit Happy End.
Andere gelten im aufpolierten „Stadtbild“ schnell als unerwünscht – denn in dieser Debatte geht es darum, wer sichtbar sein darf und wer aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden soll; welche Körper, Sprachen und Lebensweisen im öffentlichen Raum als erwünscht gelten – und welche nicht – kurz: wer zur Stadt gehören soll.
Vielleicht müssen wir ein anderes Märchen erzählen.
Schritt für Schritt begeben wir uns durch ein verwunschenes Viertel, in dem „intelligente Videobeobachtung“ erprobt wird und Quattro-Streifen und andere Ordnungshüter unermüdlich durch die Straßen patrouillieren. Wir überwinden die defensive Architektur mit ihrem „Anti-Design“ für ein „menschenfreundliches Wohnen“, begegnen den Kollateralschäden eines Systems, das auf Konkurrenz und Konsumismus beruht, und folgen den Spuren der „überflüssigen Klasse“.
Und träumen den Traum von einem Märchen, in dem wir lernen, mit den Drachen zu fliegen.
Konzept, Text, Regie, Produktion: LIGNA (Ole Frahm, Michael Hueners, Torsten Michaelsen)
Recherche und Beratung: Tom Lucky
Stimmen: Julia Nachtmann und Samuel Weiß und zahlreiche Stimmen aus St. Georg
Soundtrack: Günter Reznicek
Ausstattung: Christine Ebeling
Grafik Design: Ulrike Koether und Thomas Piesbergen
Photographie: Anja Beutler
Unterstützung: Geschichtswerkstatt St. Georg, Gudrun Greb vom Ragazza, Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde, xpon-art gallery
Es war einmal in St. Georg ist eine Produktion von LIGNA und Kampnagel. Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg